Ich hatte gestern Geburtstag und entgegen meiner Überzeugungen der letzten Jahre, irgendwas für und mit irgendwem machen zu müssen, verbrachte ich den Tag größtenteils entspannt und allein zu Hause, auch um mal zu sehen, was so passieren würde. Ob ich etwas vermissen würde, ob ich traurig werden würde, ob ich mich verdammt einsam fühlen würde… ...
Gerade erst stellte ich den aktuellen Stand meiner Doktorarbeit vor und sprach über Mode- und Streetstyleblogs, bzw. deren Bildsprache. Heute dann entdeckte ich über Bosch die perfekte Antwort auf einige meiner Fragen: Unphotographabel, eine Art Streetstyleblog, das völlig ohne Bilder auskommt.
Was Menschen schön finden, davon kann sich jeder im Internet überzeugen, das zeigt die Welt der Pornographie. Dort dominieren nicht die Models, dort herrscht eine unendliche Vielfalt der Vorlieben. Pornos mit Fetten, mit Dürren, mit Behaarten, mit Jungen, mit Alten. Schlabberige Brüste, Vollbärte, kleine Penisse – für jede körperliche Eigenschaft, die ein Mensch haben kann, ...
As advertisers make the move to more fulfilling experiences, they will start investing into sites that will fulfill the need for richer content. Combine that with with the fascination of the ‘behind the scenes’ street style, and viola! You are left with a site that provides solid photography, street style (or style of “the people,” non-editorial), ...
Wie könnte ein feministisches Modeblog aussehen? Was zunächst als Widerspruch in sich daherkommt – bemessen an der Geschichte der Mode – kann durchaus möglich sein. So würde ich das amerikanische Modeblog Manrepeller dieser Kategorie zuordnen. Es wird betrieben von Leandra Medine, die eine Leidenschaft für Mode hat, von der sie weiß, dass diese von vielen heterosexuellen ...
Ich habe eine gelegentlich seltsam anmutende Faszination für absurde Spektakel. Meine Freude darüber ist mitunter so groß, dass ich übersehe, dass es anderen nicht ebenso geht. Bis ich plötzlich in Erklärungsnot gerade, unverständige Blicke auf mich gerichtet ab und an gar verächtlich schauend. Es fällt mir auch immer schwer zu begreifen, dass sich kaum jemand ...
Jeder, der einmal in die Applefalle getappt ist, kennt das Problem: Es geht nicht wieder zurück. Die überkompatible, metallene Glitzerwelt des kalifornischen Apfels überstrahlt alles Anderes. Das Außen der übergestylten Plastikrechner, Papptelefone und klobigen Handhelds wird plötzlich zur unerträglichen Hölle, ein bisschen wie Pest und Cholera zusammen. Meine Mutter, seit Weihnachten eine glückliche iPhone Nutzerin, ...
Die Bildzeitung hat vergangenen Samstag kurzerhand eine meiner Leserinnen für tot erklärt. Nicht schlecht staunte Hannah W., alias Frl. Krautwurst, als sie durch das Kanonenblatt von ihrem tragischen Ableben erfuhr. Ihr WG Mitbewohner habe sie erstochen, bevor er aus dem Fenster der Weddinger Wohnung sprang. Neben Fotoaufnahmen vom Tatort fand sich bis vor Kurzem noch ...
Während ich an meinem Documenta Text sitze möchte ich meinen Lesern nicht das Fragmentary Inventory von Stefan Sulzer vorenthalten, auf das mich ein aufmerksamer Leser hinwies. Natürlich waren Gert und ich nicht die ersten, die auf die Idee kamen Namen von Theoretikern auf Kleidungsstücke zu bringen. Dennoch scheint es einen gewissen Bedarf zu geben, sich ...
Gert Pauly und ich nahmen ihren Berlinbesuch zum Anlass den Poststrukturalistenlook zu etablieren. Die Bezeichnung stammt von einem treuen Instragram-Follower, der auch interessiert unsere Tat, die wir eben dort ausführlich mit Hintergrundberichten dokumentierten, verfolgte. Die Idee kam mir zum Berliner Gallery Weekend, als ich hinter einer Besucherin herradelte, die in pinken Lettern Michel Foucault auf ...
Es heißt Romantik bedeute die Abwendung von der Antike und von klassischen Vorbildern. Das heißt, die mit dem Terminus Romantiker bezeichneten Autoren erschließen sich Themen aus ihrer eigenen Kultur und Geschichte und wenden sich ab von klassischen Formen, was aus der nachträglichen und historischen Perspektive die Vorliebe für eine fragmentarische Schreibweise in der Romantik erklärt. ...
Boris Groys eignet sich einmal mehr dieser Tage dazu, Erklärungen für Dinge zu finden. Erst kürzlich las ich in Über das Neue und fand in einem Begleitbuch etwas, das meine Einschätzung der Berlin Biennale ziemlich genau auf den Punkt bringt. Konrad Paul Liessmann fasst in Philosophie der modernen Kunst Groys’ Kapitel “Kulturelle Wertgrenzen und gesellschaftliche ...