Ich hatte gestern Geburtstag und entgegen meiner Überzeugungen der letzten Jahre, irgendwas für und mit irgendwem machen zu müssen, verbrachte ich den Tag größtenteils entspannt und allein zu Hause, auch um mal zu sehen, was so passieren würde. Ob ich etwas vermissen würde, ob ich traurig werden würde, ob ich mich verdammt einsam fühlen würde… ...
Jeder, der einmal in die Applefalle getappt ist, kennt das Problem: Es geht nicht wieder zurück. Die überkompatible, metallene Glitzerwelt des kalifornischen Apfels überstrahlt alles Anderes. Das Außen der übergestylten Plastikrechner, Papptelefone und klobigen Handhelds wird plötzlich zur unerträglichen Hölle, ein bisschen wie Pest und Cholera zusammen. Meine Mutter, seit Weihnachten eine glückliche iPhone Nutzerin, ...
Der heute in der FAS erschienene Artikel mit dem Titel Lauter verlorene Männer erhitzte bereits früh am Morgen die Gemüter. Statusmeldungen unterschiedlichster Coleur poppten überall bei Facebook auf und auch die Frage, wie wohl Kristina Schröder auf den Artikel reagieren wird. Interessant auch die Stimmen, die zaghaft nach der Wurzel des Übels fragten. Männer vor ...
Im Feuilleton der ZEIT vom 03. Mai 2012 versucht Thomas Assheuer die Verknüpfung von Theorie und aktueller politischer Praxis. Genauer, er geht gemeinsam mit Foucault, Barthes und Co. im Hinblick auf die durch die Piratenpartei maßgeblich angestoßene Debatte um das Urheberrecht der Frage nach, ob die moderne Gesellschaft, bzw. die digitale Welt, das Subjekt verschluckt. ...
Am 27.04.2012: Gestern, in den komplett überfüllten KW stehend auf das nachgebaute Occupy-Camp hinunterschauend, dachte ich an Zizek und das, was er Moritz von Uslar vor einiger Zeit in der ZEIT sagte: Je weniger man von diesem Ort sieht, desto besser versteht man ihn. Der Sinn der Occupy-Bewegung liegt nicht darin, dass wir daran teilnehmen, ...
source unknown Wir kranken an einer Hybris der Gegenwart: Mit unserer irrigen Idee vom permanenten Fortschritt glauben wir, wir bewegen und immer voran und würden besser und klüger. — Siri Hustvedt. In: Die zitternde Frau: Eine Geschichte meiner Nerven, S. 80f. Die Grenzen des Wachstums Liest man die Titelgeschichte der heutigen FAS, dann weiß man ...
source unknown Gestern sprach ich mit Mirna über die Aktualität von Hannah Arendts Kritik am Hobbe’schen Herrschaftsbegriff (obgleich ich im Gegensatz zu ihr kaum etwas dazu beitragen konnte, liegt mein Studium der politischen Theorie doch schon etwas zurück). Ohne die dennoch sehr anregende Diskussion an dieser Stelle bis ins Detail rekonstruieren zu wollen, möchte ich ...
source unknown “Ich bin in eine Krise gefallen in der Zeit meines Aufenthalts, eine Krise, die mich flüssiger zurückließ. Ich hörte auf, auf die Ereignisse einwirken zu wollen, dadurch wurde mir unerwartet ein Zustand des Schwebens gesichert. Ich gab es auf, begreifen zu wollen, und hatte das erste Mal in meinem Leben das Gefühl, da ...
source unknown Als Supermodel vom Cover eines internationalen Modemagazins zu strahlen hat heute den traditionellen Berufswunsch der Tierärztin oder Kindergärtnerin vieler junger Mädchen von den oberen Rängen verdrängt. Standen einst ein Interesse für Inhalte eines Faches, sowie eine gewisse Qualifizierung im Vordergrund, scheint heute eher eine Reduzierung auf äußere Qualitäten eine Rolle zu spielen. Der ...
source Gemeinhin wird das Internet als ein Nicht-Ort jenseits der Realität wahrgenommen. Als etwas, das mit dem wahren Leben, das sich außerhalb digitaler Welten abspielt, kaum etwas gemein hat, sondern vielmehr als Bedrohung analoger Ordnung existiert. So als gäbe es ein Hier, an der Tastatur vor dem Bildschirm, und ein Dort, jenseits des Bildschirms. Wir ...
Terry Richardson Im Grunde ist die Skinny Jeans nichts anderes als das Abbild westlicher Gesellschaft. Die Antwort auf die Frage, warum sie nicht aus der Mode kommen mag, ist eng gekoppelt an die, warum sich keine an natürlicheren Formen orientierte Körperideale durchsetzen wollen. Seit jeher hat es zu bestimmten Zeiten Vorstellungen davon gegeben, wie eine ...
Das nächste I Love you Magazine erscheint demnächst. Ich habe einen Text dafür geschrieben. Meinen Kommentar zur letzten Ausgabe, der Mama Issue, kann man hier lesen.