Sperma im Gesicht.
via mädchenblog
Das gute Aussehen bleibt (…) für Frauen eine gesellschaftliche Selektions- und Hierarchisierungskategorie. (…) Der Zwang zu attraktiver Körpererscheinung für Frauen (ist) gerade mit dem Eintritt in gesellschaftliche Machträume dramarisch gewachsen. (…) Die Folge ist, dass die aufstrebende Frau nicht nur fachlich-berufsbezogene Kompetenzen ausbilden, sondern als zusätzliche Leistung ihre körperliche Erscheinung perfektionieren muss. (…) Der Schönheitskult bildet ein Gegengewicht zur neuen Freiheit der Frauen, er bindet weibliche Ressourcen, übernimmt die Funktion einer Kontroll- und Strafinstanz und sichert so ein Machtungleichgewicht zwischen den Geschlechtern.
— Lotte Rose. Körperästhetik im Wandel. Versportung und Entmütterlichung des Körpers in den Weiblichkeitsidealen der Risikogesellschaft. In: Ein alltägliches Spiel. Geschlechterkonstruktion in der sozialen Praxis. S. 135
Doch wo verläuft die Grenze? Wo liegt das ICH zwischen ES und ÜBER-ICH, zwischen dem Urtrieb, die zu bleiben, die ich ursprünglich bin, und der moralisch/gesellschaftlichen Instanz, die mir sagt, wie und wer ich zu sein habe? Dies auszubilden ist möglicherweise die Aufgabe, der Weg aus der Verunsicherung. Unterliege ICH automatisch der symbolischen Gewalt einer herrschenden sozialen Machtstruktur, wenn ich mir die Vagina korrigieren, mir Sperma ins Gesicht spritzen lasse? Was heißt es, wenn es mir einfach nur gefällt? Gibt es das überhaupt einfach nur?
Weiterhin interessant in diesem Zusammenhang die Yourope Folge von vergangenem Samstag auf arte.


























