gerade so hinbekommen.
“In Beziehungen kommt unsere wahre Persönlichkeit zu Vorschein. Menschen sind vertrackt und schwierig. Unsere romantische Vorstellung von Liebe stimmt nicht. Obwohl ich mehr und mehr glaube, dass an ihr doch etwas dran ist. Ich bin mir sicher, dass sich das auf meine Arbeit auswirken wird. Dieses Gefühl ist allerdings ziemlich neu für mich. Die Welt in meinem Kopf ist eigentlich sehr viel mehr außer Kontrolle, als ich es nach außen zeige. Eigentlich habe ich das Gefühl, dass mir ständig alles zu entgleiten droht und ich mein Leben gerade so hinbekomme. Das macht es interessant. Ich versuche, Probleme zu lösen, mich in Konflikte hineinzubegeben. Ich wünschte jeder wüsste, (dass es Normalität ist, dass man das Leben gerade so hinbekommt), denn dann gäbe es weniger Angst in der Welt.”
— Miranda July im Gespräch mit Hendrik Lakeberg für Fräulein.
Oder ist das jetzt nicht gerade alles irgendwie zuviel Miranda July?
Recht hat sie vermutlich. Wobei dieses “gerade so hinbekommen” und die aus der Gewissheit darüber schwindende Angst nach einer genaueren Analyse förmlich schreit.



























