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fragte ich mich, als ich vor ein paar Tagen in Hipster: Eine transatlantische Diskussion
das Folgende las:
Das privilegierte Wissen des weiblichen Hipsters ist nicht subkulturell, intellektuell oder auch nur pseudointellektuell, sondern es beinhaltet nur das übliche “weibliche” Wissen darüber, wie man auszusehen hat. Zu wissen, wann der Seitenpony dem kurzen, geraden Pony Platz gemacht hat oder wann der geschnürte Lederschuh den legeren Slipper verdrängt hat, rüttelt nicht an den Mauern irgendwelcher Machtrstrukturen. Wenn es überhaupt irgendetwas bewirkt, dann stärkt es diese Strukturen von innen, es liefert ihnen sozusagen die Klammern und Stützpfeiler – Exklusivität, Neid, Ehrgeiz -, die die Modeindustrie am Laufen halten.
Auch wenn Dayna Tortorici dies nur als Teilwahrheit präsentiert, lässt es mich zweifeln an der Schlüssigkeit eines Blogkonzepts, das Mode und Machtstrukturen auch auf einer ästhetischen Ebene zu verschränken versucht. Wie kann es möglich sein auch als Frau klug und schön und ernstgenommen zu sein – die alte Frage, die, so würde der französische Journalist und Autor Alain-Xavier Wurst (ja, er heißt tatsählich W-U-R-S-T) sagen, irgendwie immer auch eine ur-deutsche ist. In der heute noch aktuellen ZEIT schreibt er in seinem Artikel “Achtung: Wir denken tatsächlich immer erst an Sex” (leider nicht online) Oberflächlichkeit ist eine Sünde, darüber sind wir uns alle einig, aber dies Haltung führt hierzulande zu einem bedauernswerten Missverständnis zwischen Oberflächlichkeit und Leichtigkeit.
Continued…